Heizen mit Holz

Heizen mit Holz

Ein Kaminofen im Wohnzimmer ist bei vielen beliebt. Allerdings haben sich die Umweltvorschriften geändert. Seit dem 1. Januar 2025 dürfen Kamin- und Holzöfen weiter betrieben werden, wenn sie die neuen Grenzwerte der Bundesimmissionsschutzverordnung einhalten, also maximal 4 Gramm Kohlenmonoxid und 0,15 Gramm Feinstaub pro Kubikmeter Abgas ausstoßen. Ältere Anlagen müssen nachgerüstet werden, neue Öfen erfüllen die Norm bereits. Allerdings: „Sie erfordern eine andere Handhabung“, weiß Christian Benndorf, Energieberater der Weser-Elbe Sparkasse (WESPA).

Die neuen Öfen seien sparsamer, aber dadurch auch schwieriger zu bedienen. „Denn die Rauchgase bleiben bei den neuen Modellen durch einen erhöhten Widerstand deutlich länger im Ofen. Das hat den Sinn, dass die Wärme nicht ungenutzt durch den Schornstein verschwindet , sondern besser genutzt wird“, erläutert der Energieberater.

Schon das Anzünden erfolgt anders. Nämlich gewissermaßen verkehrt herum , wie Benndorf sagt. Ältere Öfen arbeiteten nach der Methode „von unten nach oben“. Hier wurden die Anzünder unten und die dicken Holzscheite darübergelegt. „Moderne Öfen werden von oben nach unten angezündet, um eine effizientere und rauchärmere Verbrennung zu gewährleisten“, erläutert der Energieberater.

Und noch etwas ist zu beachten: Es wird kein Holz mehr zwischendurch nachgelegt. „Wichtig ist es, den Inhalt komplett herunterbrennen zu lassen“, betont Benndorf. Grund sei auch hier der erhöhte Widerstand, den das Abluftrohr den Abgasen entgegensetzt. „Das bedeutet, dass der Rauch beim Öffnen der Ofentür in den Raum zieht“, warnt Benndorf. Also: Eine große Ladung in den Ofen geben und bis zum Ende brennen lassen, bevor neues Holz hinzugegeben wird.

Moderne Öfen haben allerdings auch einen höheren Wartungsbedarf. Der Schornstein wird einmal im Jahr vom Schornsteinfeger gereinigt. „Aber auch das Ofenrohr und die Umlenkplatten innerhalb des Ofens müssen regelmäßig gereinigt werden. Insbesondere im Knick sammeln sich sehr viel Flugasche und Ruß“, warnt Benndorf. Diese Teile sollte man auch alle ein bis zwei Heizperioden – je nach Heizverhalten – zum Beispiel vom Schornsteinfeger reinigen lassen.

Der Energieberater rät zudem zur Anschaffung eines CO-Warngeräts, um im Falle einer fehlerhaften Bedienung oder nicht durchgeführten Wartung vor gefährlichem Kohlenmonoxid zu warnen. Dieses kann ebenfalls über den Schornsteinfeger bezogen werden. (chb)

Ein Kaminofen im Wohnzimmer ist bei vielen beliebt. Die neuen Öfen erfordern eine andere Handhabung, erfüllen aber bereits die seit 1. Januar geltende Norm der Bundesimmissionsschutzverordnung.

„Bei modernen Öfen ist es wichtig, das Holz komplett runter brennen zu lassen.“ Christian Benndorf