Grundlage für die Gründung

Grundlage für die Gründung

Vor der Beratung steht der Businessplan – WESPA gibt Tipps für die Erstellung

Der Weg in die Selbstständigkeit muss gut geplant sein – egal, ob es sich um eine Firmenneugründung oder eine Firmennachfolge handelt. „Bevor Sie in die Selbstständigkeit durchstarten: Geben Sie Ihrer Geschäftsidee Struktur mit einem gut durchdachten Businessplan“, sagt Ansgar Nierling, Leiter im Firmenkundengeschäft der Weser-Elbe Sparkasse (WESPA). „Unterstützung dabei erhalten sie von den Beratern, die gerne wertvolle Tipps geben.“

Ansgar Nierling, Leiter im Firmenkundengeschäft der Weser-Elbe Sparkasse

Der Schritt in die Selbstständigkeit sei mehr als ein wirtschaftlicher Entscheidungsprozess – er sei ein persönlicher Entwicklungsweg, betont Nierling. Und so laute auch die erste Überlegung nach „Ich habe da eine Idee, und die will ich umsetzen!“ schlauerweise: „Bin ich als Person bereit, den Schritt in die Selbstständigkeit zu wagen?“ Wer seine Motivation klar definiere, Risiken realistisch einschätze, flexibel bleibe und ein starkes Netzwerk aufbaue, lege das Fundament für ein erfolgreiches Unternehmen, weiß der Experte von WESPA: „Mit einer gesunden Portion Lernbereitschaft, finanzieller Grundkompetenz und persönlicher Resilienz kann jede Gründerin und jeder Gründer die Herausforderung meistern und ihre beziehungsweise seine Vision in die Realität umsetzen“, ist er überzeugt.

Doch was ist nun eigentlich ein Businessplan? „Der Business­plan ist der Leitfaden Ihrer Gründung. Er strukturiert Ihr Vorhaben und umfasst alle Informationen, die zur Umsetzung notwendig sind. Daher dient er auch als Basis für Kredite und öffentliche Fördermittel“, erläutert Nierling.

Das sind die Bausteine

Ein guter Plan sollte folgende Bausteine beinhalten:

  • Kurzdarstellung: Hier geht es darum, die wichtigsten Informationen zur Geschäftsidee zusammenzufassen, die langfristigen Ziele aufzuzeigen. Umfang: maximal eine Seite.
  • Unternehmensrechtsform: Bei der Wahl der Unternehmensrechts­form sollten Sie folgende Punkte berücksichtigen: steuerliche und haftungsrechtliche Auswirkungen; persönliche, betriebswirtschaft­liche und gesellschaftliche Kriterien; gründen Sie allein oder gemeinsam mit einem Team. Es kann sinnvoll sein, frühzeitig eine Steuer- oder Rechtskanzlei einzubinden.
  • Position finden: Zeigen Sie auf, wie Sie sich von den bisher am Markt agierenden Anbieterinnen und Anbietern abgrenzen. Heben Sie hervor, welchen Mehrwert und Nutzen Ihre Produkte oder Dienstleistungen gegenüber Angeboten Ihrer Konkurrenz haben. Verschaffen Sie sich zudem Angaben zur Marktgröße sowie zur aktuellen Situation und Perspektive der Branche, in der Ihr Unternehmen aktiv werden soll. Nutzen Sie dazu auch die Branchenreports Ihrer Sparkasse. Definieren Sie die Zielgruppe und betrachten Sie Ihre Wettbewerberinnen und Wettbewerber im Hinblick auf Marktposition, Stärken und Schwächen, Preisgestaltung und Marktanteile.
  • Kompetenz zeigen: Verdeutlichen Sie, welche fachlichen Qualifikationen, Branchenerfahrung und kaufmännisches Know-how Sie und Ihr Team haben. Und wie die Verantwortlichkeiten in Ihrem Unternehmen geregelt sind. Ein Organigramm kann für die Leserinnen und Leser Ihres Business­plans hilfreich sein.
  • Sorgfältig kalkulieren: Erarbeiten Sie diesen Teil Ihres Businessplans mit großer Sorg­falt, da er ein wesentliches Element für Kredite und öffentliche Fördermittel darstellt. Erstellen Sie daher eine Drei-Jahres-Planung, die die Gewinn- und Verlustrechung, den Liquiditäts- und Finanzplan sowie die Kapitalbedarfsrechnung umfasst. Sollten Sie keine Erfahrung in der Finanzplanung haben, kann eine Steuerkanzlei unterstützen.
  • Erfolgreich verkaufen: Zeigen Sie, mit welcher Strategie Sie das Marktpotenzial für Ihr Produkt oder Ihre Dienst­leistung erschließen und welche Vertriebs­wege Sie nutzen wollen. Hierzu gehören auch Maßnahmen zur Absatzförderung. Denn der Erfolg Ihrer Gründung wird letztlich durch den Verkauf Ihrer Produkte oder Dienstleistung bestimmt. Ein erfolgreiches Marketing- und Vertriebskonzept berücksichtigt die vier Elemente des Marketing-Mix: Produkt, Preis, Kommunikation/Werbung und Vertriebspolitik.
  • Kapitalbedarf planen: Aus der Liquiditätsplanung geht hervor, wie viel Kapital Sie zu welchem Zeitpunkt benötigen. Ihr Kapitalbedarf setzt sich aus den Anlaufkosten, den geplanten Investi­tionen sowie den benötigten Betriebsmitteln zusammen. Prüfen Sie zunächst, welche Eigenmittel Sie einsetzen können und wie hoch der verbleibende Fremdkapitalbedarf ist. Ihre eigenen Mittel sollten in einem angemessenen Verhältnis zum Gesamtkapitalbedarf stehen.

Erfahrungsgemäß unterschätzen viele Existenzgründerinnen und -gründer die Anlauf­kosten ihres Vorhabens. Die Kapitalbedarfsplanung sollte daher eine Sicherheitsreserve für zeitlich verzögerte Zahlungseingänge und Forderungsausfälle enthalten. Gemeinsam mit Ihnen stellt Ihre Sparkasse den für Ihr Vorhaben geeigneten Mix an Darlehen, öffentlichen Fördermitteln und weiteren Finanzierungs­bausteinen zusammen. Sprechen Sie mit Ihrer Beraterin oder Ihrem Berater.

 

Hilfe in allen Phasen der Gründung

Die Weser-Elbe Sparkasse bietet Gründern Hilfe in allen Phasen der Existenzgründung an. Ob Darlehen, öffentliche Fördermittel oder moderne Finanzierungsinstrumente – die Gründungsexperten Ihrer Sparkasse ermitteln, welche Finanzierungsangebote für Existenzgründer infrage kommen.

Umfangreiche Informationen zum Thema „Gründung und Nachfolge“ hat die WESPA in ihrem Internetauftritt zusammengestellt. Auf den Seiten kann auch direkt ein Termin mit Beratern vereinbart werden. 

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