girogo in der Eisarena – Artikel des Sonntagsjournal vom 11.01.2015

Plastik statt Metall zahlen

Weser-Elbe Sparkasse zieht positive Bilanz aus Geldkartenerfahrungen in der Eisarena

von Christoph Bohn

 

Bremerhaven. Bargeld ist in der Eisarena Bremerhaven seit Monaten kein Thema mehr. Bezahlt wird mit Plastik, sprich mit Geldkarten, die für das sogenannte kontaktlose Bezahlen geeignet sind. Diese werden einfach an das Lesegerät gehalten. Möglich ist das Ganze durch ein Pilotprojekt von der Weser-Elbe Sparkasse (Wespa) mit dem Gastroteam Venhofen. „Wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht“, sagt Wespa-Sprecherin Dr. Anette Koch-Wegener. Die Sparkasse will das Verfahren jetzt ausweiten.

 

Das Prinzip ist einfach: In der Karte sind ein Chip und eine kleine Antenne integriert. Auf dem Chip ist die Geldsumme gespeichert, die an Terminals immer wieder aufgeladen werden kann. Die Antenne stellt den Kontakt mit dem Lesegerät her. Dazu muss die Karte etwa 10 bis 20 Zentimeter vor das Gerät gehalten werden. Übermittelt werden die Kartennummer, das Gültigkeitsdatum der Karte und der Betrag der Bezahlung. Persönliche Daten gehören nicht dazu. Gleichzeitig reduziert sich der Betrag auf dem Chip um die Zahlung. Das Ganze dauert weniger als eine Sekunde. Girogo heißt dieses System.

 

Offenes System

„Wir verwenden in der Eisarena ein offenes System. Das heißt, man kann jede Karte verwenden, die für dieses Bezahlverfahren geeignet ist“, erläutert Tina Haaren, Vertriebsmanagerin bei der Wespa, die das Projekt betreut. Die neuen Bankkarten der Wespa sind bereits mit der Technologie ausgestattet. Und wer kein Sparkassenkunde ist und auch keine entsprechende Karte besitzt, kann sich gegen Pfand im Stadion eine entsprechende leihen. Zum Aufladen stehen an mehreren Punkten Ladestationen bereit. „Sparkassenkunden können zudem ein Abo abschließen, um sicherzustellen, dass immer genug Geld auf der Karte ist.“

 

Schwierigkeiten gab es nicht. „Zu Anfang waren die Leute skeptisch. Aber mittlerweile wird das System sehr gut angenommen“, sagt Koch-Wegener. Auch die Zusammenarbeit mit dem Gastronomiebetrieb habe gut funktioniert. Die Sparkasse habe mit diesem sehr gerne das Projekt entwickelt.
„Mit unseren Erfahrungen, die wir in dem Pilotprojekt gewonnen haben, wollen wir jetzt einen Schritt weitergehen“, sagt Koch-Wegener. Die Wespa wolle deswegen noch in diesem Monat die Geschäfte in ihrem Gebiet anschreiben, um für eine Ausweitung des Projekts zu werben. Damit seien in der Pilotregion Hannover bereits gute Erfahrungen gemacht worden. „Und immerhin sind zurzeit 80 Prozent unserer Kunden mit Girogo ausgestattet.“

 

Girogo ersetzt das Kleingeld

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Girogo kann überall dort zum Einsatz kommen, wo Kleingeld benötigt wird – sei es beim Einkaufen, beim Bäcker, beim Ziehen von Briefmarken oder am Parkscheinautomaten. Damit könnten auch ältere Menschen gut zurechtkommen, ist sich Haaren sicher, zumal das Bezahlen auch vereinfacht werde: „Aber natürlich muss man es genau erklären und die anfängliche Skepsis überwinden.“ Vor allem sei das System, das einen zusätzlichen Service biete, sicher, betont Koch-Wegener: „Eine verlorene Karte kann gesperrt werden. Versuchen Sie das mal mit einem Portemonnaie.“

 

„Hinweis: Eine Kartensperre kann leider nicht die girogo-Funktion sperren. girogo-Guthaben auf einer verlorenen Karte kann dann von Dritten verfügt werden.

PDF: sonntagsjournal_kontaktloses_bezahlen
Quellen:
Foto: Bohn
Artikel: SONNTAGSjOURNAL

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